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Niederdeutsch, häufig auch Plattdeutsch genannt, ist die prägende Regionalsprache Norddeutschlands. Der Landesheimatbund unterhält zusammen mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die Arbeitsstelle Niederdeutsch. In der Arbeitsstelle sind die Aktivitäten des Bundeslandes Sachsen-Anhalt für die Erforschung und Pflege der niederdeutschen Regionalsprache gebündelt. Daneben widmet sich der LHB den mitteldeutschen Mundarten.
Die Arbeitsstelle berät alle Interessierten aus der Politik und den Kommunen, ebenso Vereine, Initiativen und Privatpersonen.
Regelmäßige Veranstaltungen wie der Sprachentag der Generationen, Mundartlesungen und das Landeslesefest.
Schwerpunkt der Vermittlungsarbeit sind die Niederdeutsch-AGs an den Grundschulen Sachsen-Anhalts.
Die Arbeitsstelle Niederdeutsch ist eine Kooperation zwischen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt. Sie bündelt die Aktivitäten des Landes für Erforschung, Pflege und Sichtbarmachung der niederdeutschen Regionalsprache.
Niederdeutsch, meist Plattdeutsch genannt, gehört zur Sprachrealität Sachsen-Anhalts. In ländlichen Regionen hat sich die Regionalsprache bis heute erhalten: organisiert in Vereinen, auf der Bühne, im Gespräch am Gartenzaun oder auch nur noch in einzelnen Wörtern und Erinnerungen.
Die Arbeitsstelle berät zu regionaler Sprachgeschichte, aktuellem Gebrauch, Spracheinstellungen, Sprachenpolitik sowie Orts- und Flurnamen. Sie produziert und vermittelt Lehr- und Lernmaterialien, unterstützt Vereine, Schulen und Privatpersonen und bietet Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an.
Kontakt aufnehmenDer Sprachentag der Generationen ist das landesweite Treffen für Niederdeutschsprecherinnen und -sprecher sowie Interessierte. Er verbindet Austausch, Bühne und Begegnung vor Ort – op Platt und generationenübergreifend.

Viele Ortsnamen im historisch niederdeutschen Sprachgebiet Sachsen-Anhalts wurden erst in der Neuzeit verhochdeutscht. Namenbestandteile wie -beck oder Witt- verweisen bis heute auf niederdeutsche Sprachgeschichte; in den Ortschaften ist dieses Wissen mitunter lebendig geblieben. Seit Ende 2020 können Ortschaften das Recht auf eine niederdeutsche Zusatzbezeichnung beantragen und diese etwa auf Ortsschildern führen.
Die Arbeitsstelle Niederdeutsch erstellt im Verfahren individuelle Gutachten, die den beantragten Ortsnamen auf Historizität und Aktualität prüfen. Sie empfiehlt, frühzeitig Kontakt aufzunehmen, wenn eine Ortschaft einen niederdeutschen Namen offiziell beantragen möchte.

Niederdeutsch-Arbeitsgemeinschaften an Schulen in Sachsen-Anhalt vermitteln Kindern einen lebendigen Zugang zur Regionalsprache. Vor allem an Grundschulen im ländlichen Raum bringen ehrenamtlich engagierte Sprecherinnen und Sprecher das Plattdeutsche in den Schulalltag.
Wo Niederdeutsch im Alltag seltener selbstverständlich weitergegeben wird, schaffen die AGs regelmäßige Begegnungs- und Lernorte. Der Landesheimatbund unterstützt bestehende Arbeitsgemeinschaften, begleitet neue Gründungen und vernetzt Schulen und Engagierte.

Seit 2002 vertritt der Bunnsraat för Nedderdüütsch die Interessen der Niederdeutschsprecherinnen und -sprecher der acht nördlichen Bundesländer sowie der Plautdietsch-Gemeinschaft. Er bringt die Belange Niederdeutschsprechender auf Bundes- und Europaebene in den politischen Diskurs ein und stärkt die regionale Identität der niederdeutschen Sprachgemeinschaft.
Ab Jahresmitte 2026 wird Sachsen-Anhalt im Bunnsraat durch Dr. Saskia Luther und Christian Sadel vertreten.
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