NetzwerktreffenGrünes Band
Austausch entlang der ehemaligen Grenze
Seit 2020 findet einmal im Jahr das zentrale Netzwerktreffen zum Grünen Band in Sachsen-Anhalt statt. Der Landesheimatbund organisiert das Treffen gemeinsam mit einem Verein oder einer Institution vor Ort. Dort kommen Engagierte, Vereine, Institutionen und Behörden aus Erinnerungskultur, Naturschutz und Tourismus zusammen.
Vorträge und Workshops greifen aktuelle fachliche Fragen auf. Exkursionen führen zu Erinnerungsorten, Grenzrelikten und besonderen Naturräumen. Ebenso wichtig ist der unmittelbare Austausch: Das Treffen macht bürgerschaftliches Engagement sichtbar, verbindet Akteure über Regionen und Arbeitsfelder hinweg und schafft Raum für neue Kooperationen.
Netzwerktreffen 2026
Hötensleben – 10. Oktober 2026
Das nächste Netzwerktreffen zum Grünen Band Sachsen-Anhalt findet am 10. Oktober 2026 in Hötensleben statt. Das dortige Grenzdenkmal gehört zu den eindrucksvollsten erhaltenen Zeugnissen der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Der Landesheimatbund bereitet das Treffen gemeinsam mit dem Grenzdenkmalverein Hötensleben e. V. vor.
Das Programm und die Anmeldemöglichkeiten werden in Kürze veröffentlicht.
2025
Digitale Möglichkeiten, Vereinsarbeit und Grenzrelikte
Auf Schloss Hessen kamen Engagierte, Vereine und Institutionen aus Erinnerungskultur, Naturschutz und Tourismus zusammen. Beatrix Flatt berichtete von ihrer Radtour auf dem Iron Curtain Trail, Johannes Beleites stellte die Aufgaben des Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vor und Klaus Bogoslaw gab mit einer 3D-Animation Einblick in den ehemaligen Renaissancegarten von Schloss Hessen.
In den Workshops ging es um SAiNT und die digitalen Möglichkeiten des Tourismus, um Digitalisierung und Archivierung für Vereine und Museen sowie um die Vermittlung der Naturschutzarbeit am Grünen Band. Eine Exkursion führte durch Schloss Hessen und zum Grenzdenkmal Hessendamm mit seinem erhaltenen Grenzturm.
2024
„Unterwegs“ am Grünen Band
Das Treffen nahm aktuelle Perspektiven aus Naturschutz, Erinnerungskultur und Tourismus in den Blick. Michael Cramer stellte den Iron Curtain Trail als europäischen Geschichts-, Natur- und Kulturraum vor; Dieter Leupold berichtete über die Spurensuche auf dem Vier-Länder-Grenzradweg.
Die Workshops behandelten nachhaltige Wertschöpfung am Grünen Band, den Schutz der Kulturdenkmale des DDR-Grenzregimes sowie die Verbindung von Naturschutz und Bildungsarbeit. Eine Exkursion führte in das Heimatmuseum Oebisfelde und in das Biosphärenreservat Drömling.
2023
Grenze(n) im Kopf? Transformation, Nachnutzung und Erinnerung am Grünen Band
Das Netzwerktreffen untersuchte das Grüne Band als historische Grenzlandschaft und als Raum anhaltender Transformation. Die Vorträge führten von der Veränderung der Grenzlandschaften über die Perspektive des Grünen Bandes als UNESCO-Welt-Natur- und Kulturerbe und das Konzept der Phantomgrenze bis zur Verbindung von Erinnerungsarbeit und Naturschutz.
Nach einer Exkursion arbeiteten die Teilnehmenden in drei Workshops zu Umweltschutz, historischer Bildung und Tourismus. Die drei Workshops führten damit zentrale Arbeitsfelder des Netzwerks in einer gemeinsamen Tagesstruktur zusammen.
2022
Materielle Überreste? Erinnerungskultur in der Gegenwart
Im Mittelpunkt standen die materiellen Zeugnisse des DDR-Grenzregimes und die Frage, wie sie als historische Quellen, Erinnerungszeichen und museale Objekte bewahrt und vermittelt werden können. Das Treffen wurde gemeinsam mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ausgerichtet.
Dr. Andreas Ludwig sprach über die Arbeit von Museen mit materieller Kultur. In Workshops wurden zeitgemäße Formen der Dokumentation und der musealen Darstellung der DDR-Geschichte diskutiert. Eine Führung durch die Gedenkstätte schloss das Treffen ab.
2021
Erfahrungsaustausch und Erinnerungskultur am Grünen Band
Zum zweiten Vernetzungstreffen kamen regionale Vereine und Initiativen aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt beim Museumsverein Böckwitz e. V. zusammen. Die Beteiligten stellten ihre Arbeit vor und berieten darüber, wie Beziehungen zwischen den Erinnerungsorten entlang der ehemaligen Grenze weiterentwickelt werden können.
Ein Vortrag von Dr. Hauke Heidenreich ordnete Erinnerungskultur und Engagement am Grünen Band ein. Exkursionen zum Grenzgraben Böckwitz-Zicherie verbanden den Austausch mit dem konkreten historischen Ort. Im Zentrum stand das Ziel, das bürgerschaftliche Engagement der Vereine sichtbar zu machen und zu unterstützen.
2020
30 Jahre Heimat-Engagement am Grünen Band. Grenze, die verbindet
Das erste Vernetzungstreffen wurde vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. und dem Niedersächsischen Heimatbund e. V. gemeinsam organisiert. Gastgeber war der Heimatverein Abbenrode.
Mit dem Treffen begann die kontinuierliche, länderübergreifende Vernetzung der Vereine und weiteren Akteure am Grünen Band. Aus dem ersten Austausch entwickelte sich das jährliche Format, das Erinnerungskultur, Naturschutz, Tourismus und bürgerschaftliches Engagement bis heute miteinander verbindet.
Netzwerkstelle „Grünes Band Sachsen-Anhalt“
Projekt: Erinnerungskultur und Engagement am Grünen Band
0345 135 373 250179 222 794 7